Ethnologie
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Filmpremieren: Forschungsschwerpunkt Visuelle Ethnologie

Am 01.02. ab 10 Uhr werden die Filme "Seasonal Sensories", "Nuestros Lugares", "Wer Schön Sein Will, Muss Leiden" und "Getting Lost" präsentiert

01.02.2026

 

Wann: Sonntag, 01.02.2026 10-17 Uhr

Wo: Bellevue di Monaco, Müllerstraße 2, 80469 München 
Eingang durch den Hof an der Müllerstraße (Hinterhaus) Im Saal OG

Eintritt frei - Wir freuen uns auf Sie!

 

Seasonal Sensories

52 Min., Deutsch mit deutschen Untertiteln

Vor der Kulisse des Mangfallgebirges liegt ein Bauernhof, in dessen verwittertem Bienenhaus tausende Bienen ein- und ausfliegen. Hier folgen wir dem Bioimker Werner und portraitieren seine individuelle Beziehung zu den Bienen, die als ein vielschichtiges Geben und Nehmen sichtbar wird. Klang, Geruch und andere sensorische Eindrücke sind für seinen Umgang mit den Bienen zentral. In einer beobachtenden Form richtet sich der Blick auf Werners Arbeit ebenso wie auf die Bienen selbst, deren Präsenz, Rhythmen und Klänge den Film mitgestalten. Doch Werner geht weiter: Mit Mikrofonen horcht er dem Schwirren nach und übersetzt es in neue klangliche Kompositionen. Der Film begleitet Werner und die Bienen durch Spätsommer und Herbst – zwischen alltäglicher Arbeit am Stock und einer vielstimmigen, gemeinsamen Symphonie. 

Nuestros Lugares

55 Min., Spanisch & Baskisch mit deutschen Untertiteln

Der ethnografische Dokumentarfilm bietet einen intimen Einblick, wie unterschiedliche FLINTA im Baskenland sich physische, soziale und emotionale Räume aneignen. Anhand persönlicher Erzählungen zeigt er, wie sie Grenzen verhandeln, Traditionen hinterfragen und neue Wege zu Sichtbarkeit, Freiheit und Zugehörigkeit eröffnen. Durch kollaborative Zusammenarbeit ist ein Porträt der Selbstbestimmung und des Empowerment entstanden. 

Wer Schön Sein Will, Muss Leiden

60 min., Deutsch mit englischen Untertiteln

ist ein ethnologischer Dokumentarfilm über Haare und Schönheitsnormen. In persönlichen Gesprächen erzählen Frauen mit unterschiedlichen und internationalen Biographien von Schmerz, Anpassung, Diskriminierung — aber auch von Selbstbestimmung, Vertrauen und Empowerment. Der Film zeigt, wie Haare zu einem Ort von Kontrolle, Identität und Widerstand werden. Mit seinem sinnlich-essayistischen Stil verbindet der Film Stimmen, Bilder und Geräusche zu einer körperlich erfahrbaren Auseinandersetzung mit Schönheitsnormen. Der Film stellt die Frage, ob und warum Schönheit so oft mit Leiden verknüpft ist. 

Getting Lost

22 Min., Englisch & Deutsch mit englischen Untertiteln

Die Interviewdokumentation präsentiert zwölf facettenreiche Perspektiven zum Thema „Getting Lost“ im Talking-Head-Format. Dabei reflektieren die Forschungspartner:innen, wie sie das Phänomen des Sich-Verlierens wahrnehmen. Ein zentrales Ergebnis ist, dass das Phänomen des Sich-Verlierens bei allen präsent ist, jedoch unterschiedlich erlebt wird: Es manifestiert sich beispielsweise als Spannungsfeld zwischen Freiwilligkeit und
Unfreiwilligkeit, als Möglichkeit des persönlichen Wachstums sowie als Phänomen der Gegenwart. 

 

Seminarleitung: Dr. Mirjam Lücking, Anja Lupfer

Filmschaffende: Phillipp Thurmaier, Maria Probst, Camila Reuss Cieza de León, Jamila Niedermeier, Seray Erbaşı, Fidèle Leoni Adijo Dissou, Naemi Stolte, Felix Keilhack

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