Ethnologie
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Amerikas Forschungskolloquium: Wissen verflechten: „Planetary Healing“ im Dialog

Am Dienstag, den 30. Juni 2026 haben wir Wolfgang Kapfhammer und Andrea Jobst zu Gast

30.06.2026 um 18:15 Uhr

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Cobra sem cabeza


Wolfgang Kapfhammer (LMU München) und Andrea Jobst (Global Mental Health-Gruppe, LMU Klinikum):

Angst ... am Ende der Welt. Planetary Healing und die Kommunikation von Antropologia Indígena und Global Mental Health

In seinem vorletzten Buch bringt der Soziologe Armin Nassehi gegen die „große Geste“, mit der gesellschaftliche Tranformationen eingefordert werden, eine Politik der „kleinen Schritte“ in Stellung. Die oftmals mit hohem Ton vorgetragenen Ermahnungen zum gesellschaftlichen Wandel angesichts planetarischer Krisen erzeugten nur „Veränderungsangst“ und scheiterten an der Trägheit des Systems und des „Verstricktseins“ darin. Was aber tun, wenn nicht nur der durch die „große Geste“ aufgerufene Wandel psychische Überforderung nach sich zieht, sondern auch die daraus resultierende Verdrängung des Problems pathogene Auswirkungen hat, wie sie mittlerweile unter dem Begriff „Ökoangst“ zusammengefasst werden?

Nun gehört zur „großen Geste“ immer auch die Mahnung, über den systemischen „Tellerrand“ hinaus zu blicken, um dort in der kulturellen „Alterität“ eventuell Anregungen zur notwendigen Transformation auszumachen. In einem Vergleich gelingender, bzw. misslingender Mensch-Umweltbeziehungen in indigenen Gemeinschaften Nordwest-Amazoniens und in (post)industriellen Gesellschaften wie der unseren versucht der Vortrag tatsächliche Berührungspunkte und Schnittflächen zwischen beiden Weltsichten herauszufinden. Die Ergebnisse gerinnen – ganz im Sinne Nassehis – wiederum nicht zur „großen Geste“, sondern zu ein paar Tipps, die mit Kohärenz, Eigenverantwortlichkeit und Selbstwirksamkeit zu tun haben.

Armin Nassehi, Kritik der großen Geste. Anders über gesellschaftlicheTransformation nachdenken, C.H. Beck, München 2024

 

Wann?          Dienstag, 30. Juni 2026, 18 Uhr (c.t.)
Wo?              Oettingenstr. 67 
                     Raum L-155

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Veranstalter:  Institut für Ethnologie
Das Programm zu den kulturwissenschaftlichen Forschungen in den Amerikas unter der Leitung von Prof. Dr. Eveline Dürr für das Sommersemester 2026 finden Sie hier zum Download (265 KB).

Sie können auch das Archiv mit den Veranstaltungen der vergangenen Jahre besuchen.


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