Amerikas Forschungskolloquium: Wissen verflechten: „Planetary Healing“ im Dialog
Am Dienstag, den 16. Juni 2026 spricht Ingo Rohrer über Agrareliten im Klimawandel
16.06.2026 um 18:15 Uhr
Ingo Rohrer (LMU München):
Agrareliten im Klimawandel – Herausforderungen, Anpassungen und Nichtwissen in Argentinien und Uruguay

Agrarische Eliten in Argentinien und Uruguay spielen eine zentrale Rolle im Umgang mit dem Klimawandel. Als einflussreiche Akteure in stark exportorientierten Agrarökonomien sind sie einerseits durch auf Intensivierung und Expansion beruhende Produktionsmodelle mitverantwortlich für erhebliche ökologische Belastungen, darunter hohe Treibhausgasemissionen, Entwaldung, langfristige Bodendegradation und den Verlust von Biodiversität. Andererseits sind sie mit ihren Produktionsweisen selbst von klimabedingten Risiken wie Dürren, Überschwemmungen, veränderten Niederschlagsmustern und steigenden Temperaturen betroffen, welche umfangreiche Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Produktion haben können.
Das geplante Forschungsvorhaben zielt darauf ab zu ergründen, wie diese Eliten die Herausforderungen des Klimawandels wahrnehmen, welche Formen des Wissens sie mobilisieren, welche Anpassungsstrategien sie verfolgen und wie sie mit Unvorhersehbarkeit und Nichtwissen in Bezug auf zukünftige Entwicklungen umgehen. Damit wir das Forschungsvorhaben einen Beitrag zum Verständnis der Rolle von Eliten in Transformationsprozessen unter Bedingungen von Unsicherheit und ökologischer Krise leisten.
Wann? Dienstag, 16. Juni 2026, 18 Uhr (c.t.)
Wo? Oettingenstr. 67
Raum L-155
Download (214 KB)
Veranstalter: Institut für Ethnologie
Das Programm zu den kulturwissenschaftlichen Forschungen in den Amerikas unter der Leitung von Prof. Dr. Eveline Dürr für das Sommersemester 2026 finden Sie hier zum Download (265 KB).
Sie können auch das Archiv mit den Veranstaltungen der vergangenen Jahre besuchen.