Amerikas Forschungskolloquium: Wissen verflechten: „Planetary Healing“ im Dialog
Am Dienstag, den 2. Juni 2026 hören wir einen Vortrag von Meret Haack und Sophia Siegel über Healing-Praktiken aus Chile und Mexiko
02.06.2026 um 18:15 Uhr
Meret Haack und Sophia Siegel (LMU München):
Healing-Praktiken aus Chile und Mexiko im Dialog
In welchen sozialen Räumen findet Heilung von den Folgen von Umweltzerstörung und andauernden kolonialen Machtverhältnissen statt? Wie verhandeln lokale und Indigene Gemeinschaften in Lateinamerika den Umgang mit umweltbedingten, sozialen und wirtschaftlichen Belastungen, die auf sie und ihr Umfeld wirken?
Im Zuge unserer Feldforschungsaufenthalte in Chile und Mexiko hat sich gezeigt, dass die comunidad bei der Beantwortung dieser Fragen auf lokaler Ebene eine zentrale Rolle einnimmt. Auf dem Chiloé-Archipel in Südchile und im Malinche-Nationalpark in Zentralmexiko haben wir mit Frauenkollektiven zusammengearbeitet und erfahren, dass Umweltschutz, individuelle und kollektive Interessen auf komplexe Weise miteinander verwoben sind.
In unserem dialogisch angelegten Vortrag diskutieren wir die verschiedenen Bedeutungsdimensionen von Community im Zusammenhang mit Healing-Praktiken. Im Fokus steht dabei insbesondere das Zusammenspiel ökologischer und sozialer Praktiken sowie die Ambivalenzen, die mit Community verbunden sind. Dabei gehen wir der Frage nach, inwiefern Community als Ort für Heilung fungiert und wie Community-Making („hacer comunidad“) selbst eine Praxis des Heilens darstellt.
Wann? Dienstag, 2. Juni 2026, 18 Uhr (c.t.)
Wo? Oettingenstr. 67
Raum L-155
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Veranstalter: Institut für Ethnologie
Das Programm zu den kulturwissenschaftlichen Forschungen in den Amerikas unter der Leitung von Prof. Dr. Eveline Dürr für das Sommersemester 2026 finden Sie hier zum Download (265 KB).
Sie können auch das Archiv mit den Veranstaltungen der vergangenen Jahre besuchen.