Ethnologie
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DFG-Projekt: Sammlungsobjekte und Medialität: Zur Ethnografie und Transformation südamerikanischer Artefakte im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert

Förderung: DFG (Forschergruppe "Kulturelle Inszenierung von Fremdheit im 19. Jahrhundert")

Laufzeit: 2003 bis 2006

Projektleitung: Prof. Dr. Frank Heidemann

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts beförderten neue Dokumentationstechniken, allen voran die Fotografie, das wissenschaftliche Programm der sich institutionell formierenden Völkerkunde. Der fotografische Blick auf fremde Völker schloss dabei immer auch die Betrachtung von Artefakten mit ein, die vor dem Hintergrund spezifischer wissenschaftlicher Fragestellungen aus ihrem funktionalen und semantischen Kontext herausgelöst und vor der Kamera inszeniert wurden. Als integraler Bestandteil der bildlichen Repräsentation fremder Menschen und Kulturen wurden diese Objekte damit zum Produkt, Ausdruck, aber auch zur Inspiration und Quelle bestimmter Vorstellungen vom Fremden. Das Forschungsprojekt will die Transformation von Artefakten im Prozess ihrer medialen Aneignung und Einbettung in den wissenschaftlichen Alteritätsdiskurs untersuchen. Am Beispiel südamerikanischer Objekte soll dabei geklärt werden, welche Praktiken und Konzepte dinglicher und bildlicher Repräsentation den spezifisch ethnologischen Umgang mit dem Fremden im späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts prägten.


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