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Die Amerikas - Forschungen am Institut für Ethnologie der LMU München

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Die Amerikas am Institut für Ethnologie

Das Institut für Ethnologie an der LMU ist eines der wenigen Institute im deutschsprachigen Raum, das die Amerikas in ihrer Gesamtheit abbildet. Nord-, Meso- und Südamerika sowie die Karibik sind in Lehre und Forschung regelmäßig vertreten. Der Forschungsschwerpunkt zu den Amerikas gliedert sich derzeit in 4 Bereiche

  • Mensch-Umwelt-Beziehungen
  • Urbane Lebenswelten
  • Indigene Sprachen: Ethnolinguistik, Mehrsprachigkeit, Sprachpolitik
  • Transpazifische Kulturbeziehungen, Netzwerke und Migration

Mensch-Umweltbeziehungen

Derzeit laufen unter Betreuung von Prof. Dr. Eveline Dürr zwei Promotionsprojekte zu Themen der Mensch-Umweltbeziehungen. Seit 2017 forscht Saskia Brill bei der Heiltsuk Nation über Luft (ver-)handeln – Perzeptionen von Treibhausgasen in einem CO2-Ausgleichsprojekt in British Columbia. Ebenfalls seit 2017 arbeitet Martín Fonck an seinem Projekt Geothermal futures: exploring environmental knowledge through scientist and indigenous people engagement with geothermal energy potentials of Andes mountains. Zu den bei Eveline Dürr bereits abgeschlossenen Projekten in diesem Bereich zählen die in Oaxaca angesiedelten Forschungen von Oliver Liebig (2013–2018) (Die Mero Ikojts und der Wind. Energy Assemblages und Indigenität in Mexiko) und die von Saskia Walter (Transformation indigener Naturbeziehungen: Ökologische Diskurse, Ökotourismus und Geschlechterbeziehungen in Mexiko). Auch die von PD Dr. Josef Drexler bei den Zenú und Nasa in Kolumbien durchgeführte Forschungen weisen neben medizin-, politik- und relgionsethnologischen Aspekten einen starken Fokus auf Mensch-Umwelt-Beziehungen auf.

Urbane Lebenswelten

Im Rahmen der DFG-Forschergruppe Urbane Ethiken. Konflikte um gute und richtige städtische Lebensführung im 20. und 21. Jahrhundert (2019–2021) forscht Eveline Dürr gemeinsam mir Dr. Raúl Acosta am Projekt Mexiko: Ethische Konjunkturen, globalisierte Umweltdiskurse und das Streben nach einer besseren Stadt. Ebenfalls in Mexiko dokumentiert Dr. Henry Kammler architektonischen Wandel und Urbanisierungstendenzen in Nahua-Dörfern in Guerrero, sowie Siedlungscluster von Nahua-Migrant_innen aus Guerrero in Städten wie Morelia, Michoacán.
In der jüngeren Vergangenheit forschten die Münchner Ethnologinnen Eveline Dürr & Barbara Vodopivec an dem internationalen und interdisziplinären Projekt Inequality Tourism in the Americas (2013-2018) gemeinsam mit Kolleg_innen der Urban Studies aus Amsterdam (Rivke Jaffe & Alana Osbourne, UvA) und Kulturgeograph__innen (Gareth Jones & Alessandro Massimo Angelini, LSE) aus London. Von 2015 bis 2019 forschte Dr. Juliane Müller im Rahmen ihres Habilitationsprojekts an bolivianischen Händler*innen und dem Markt für elektronische Geräte. Sie betrachtete dabei sowohl den regionalen als auch globalen Kontext.


Indigene Sprachen: Ethnolinguistik, Mehrsprachigkeit, Sprachpolitik

Dieser Bereich wird seit 2010 vorrangig von Henry Kammler abgedeckt, dessen Lehre und Forschung vor allem auf die indigenen Sprachen der Süd-Wakash-Gruppe (BC, Kanada), Nahuatl (Guerrero,Mexiko), und Quechua (Cusco/Bolivien-Varianten) sowie deren Kulturen fokussieren. Die Sprachkurse beruhen überwiegend auf selbst entwickelten Lehrmaterialien. Im Vordergrund steht dabei die Sprachdokumentation (audiovisuelle Textkorpora, im Falle von Süd-Wakash auch Wörterbuchkompilation). In Kanada arbeitet er an einer Ethnographie der Sprach- & Kulturrevitalisierung im Rahmen neuer Autonomiemodelle, sowie an der Edition eines historischen Haas-Swadesh-Textkorpus der Sprache Ditidaht. Für die Quechua-Variante Qusqu-Qullaw ist sein Schwerpunkt die Digitalisierung und Erstellung einer Datenbank von nach 1900 veröffentlichten Texten.

Transpazifische Kulturbeziehungen, Netzwerke und Migration

Nachdem Eveline Dürr bereits in der Vergangenheit über lateinamerikanische Migrant_innen in Neuseeland sowie über Māori in Mexiko geforscht hatte, erhalten die transpazifischen Kulturbeziehungen erneut zunehmend Aufmerksamkeit im Profil des Instituts. Dazu gehören die Forschungen von Dr. Philipp Schorch zu historischen aund aktuellen indigenen Beziehungen zwischen Polynesien und dem amerikanischen Festland (USA, Kanada, Chile) sowie gemeinsame Symposien und Veröffentlichungen (z.B. Dürr, Eveline and Philipp Schorch, eds.,2016: Transpacific Americas: Encounters and Engagements between the Americas and the South Pacific [Routledge]). Juliane Müller hat in ihrem 2019 abgeschlossenen Projekt u. a. die Beziehungen von Aymara-Händler_innen in Bolivien mit Unternehmen und Personen in China untersucht. Henry Kammler wiederum deckt in Lehre und Forschung die kulturhistorischen Beziehungen im Nordpazifik ab.


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