Ethnologie
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich
Beatrice Odierna, MSc.

Beatrice Odierna, MSc.

Doktorandin

Akademischer Werdegang

Seit 2017:
Promotion bei Prof. Martin Sökefeld
am Institut für Ethnologie der Ludwig-Maximilians-Universität München

Seit 2017:
Pädagogische Mitarbeiterin im Projekt „Lok Arrival – Freizeitstätte für geflüchtete Kinder und Jugendliche“: offene Kinder- und Jugendarbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen; Schwerpunkt: Mädchenarbeit
Kreisjugendring München-Stadt

2015-2016:
Pädagogische Mitarbeiterin im Projekt „Willkommen in München (WiM)“: mobile Jugendarbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen Kreisjugendring München-Stadt

2014 – 2015:
Wissenschaftliche Hilfskraft: Tutorium zur Vorlesung „Einführung in die Ethnologie“ (WS 14/15); Unterstützung bei der Organisation der Crossroads Asia Konferenz 2014 und bei der Publikation des Tagungsbandes (Prof. Martin Sökefeld); Tutorium zur Vorlesung „Einführung in die Ethnologie“ (WS 13/14) am Institut für Ethnologie der Ludwig-Maximilians-Universität München

2012 – 2013:
Masterstudium im Programm Middle Eastern Diasporas (MSc.), Department of Islamic and Middle Eastern Studies (IMES) der University of Edinburgh

2011-2012:
Studentische Hilfskraft: Unterstützung bei der Organisation des internationalen Symposiums „Jammu and Kashmir – Boundaries and Movements” (Prof. Martin Sökefeld) am Institut für Ethnologie der Ludwig-Maximilians-Universität München

2009 – 2012:
Studium der Ethnologie mit Nebenfach Antike und Orient (B.A.) am Institut für Ethnologie der Ludwig-Maximilians-Universität München

Weitere Informationen

Promotionsbeginn: Juli 2017

Betreuung: Prof. Dr. Martin Sökefeld

Promotionsprojekt: Selbst-Bildungsprozesse „begleiteter geflüchteter Mädchen“ in Deutschland

Seit 2015 kamen über 1 Million Geflüchtete aus unterschiedlichen Ländern nach Deutschland, etwa ein Drittel davon Kinder und Jugendliche. Während diese Entwicklung im Herbst 2015 überwiegend noch als positive Herausforderung betrachtet wurde, entwickelte sich seit Beginn 2016 eine zunehmend negative Haltung; Begriffe wie „Flüchtlingskrise“ und Themen wie „Terror“ oder „Überfremdung“ prägen die Diskussion. Auffallend ist, wie Vorstellungen von „Gender“ (insbesondere des Geschlechterverhältnisses) in Verbindung mit anderen Differenzmarkierungen wie „Jugend“, „Kultur“, „Klasse“ oder „Ethnizität“ im Sinne eines everyday bordering (Yuval-Davis 2013) instrumentalisiert werden, um die vermeintliche „Andersartigkeit“ geflüchteter Personen in Deutschland zu konstruieren Gerade Mädchen und junge Frauen, die gemeinsam mit ihrer Familie nach Deutschland geflohen sind, begegnen im Alltag multiplen und teils widersprüchlichen Identitätszuschreibungen. Während geflüchtete Mädchen in Öffentlichkeit und Forschung primär in Bezug auf ihre Vulnerabilität betrachtet werden, sind Studien, die ihre Selbst-Wahrnehmung und agency im Umgang mit Zuschreibungen von außen in den Fokus stellen, unterrepräsentiert. Anknüpfend an konstruktivistisch-ethnologische Identitäts- und Subjektivitätsforschung im Kontext von Migration sowie Arbeiten zur Theorie der Subjektivierung wird im Projekt die Auseinandersetzung junger geflüchteter Frauen in Deutschland mit verschiedenen Ideen über ihr „Selbst“, denen sie im Alltag begegnen, untersucht. Methodisch nimmt die Arbeit Bezug auf die kritische Biographieforschung und sozial engagierte Ethnologie.

 


Servicebereich