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Die Amerikas - Forschungen am Institut für Ethnologie der LMU München

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Das Institut für Ethnologie an der LMU ist eines der wenigen Institute im deutschsprachigen Raum, das die Amerikas in ihrer Gesamtheit abbildet. Nord-, Meso- und Südamerika sowie die Karibik sind in Lehre und Forschung regelmäßig vertreten. Zudem werden am IfE mehrere indigene Sprachen der Amerikas gelehrt und dokumentiert. Dazu zählen Nahuatl, Nuu-cha-nulth und Quechua.

Ein Schwerpunkt der laufenden Forschungen liegt in Mexiko, wo Eveline Dürr im Bundesstaat Oaxaca vorrangig zu Mensch-Umweltbeziehungen, Tourismus und Indigenität sowie zu Mobilität und Migration arbeitet.

Ein laufendes, von der DFG-gefördertes Projekt befasst sich mit den vielfältigen Auswirkungen des staatlich geförderten Ökotourismus in indigenen Gemeinden in Oaxaca. Saskia Walther untersucht dort, wie sich dieser Kulturkontakt auf die indigene Naturwahrnehmung sowie auf die Sozialstruktur auswirkt, insbesondere mit Blick auf gender-Konstruktionen.

Ein weiteres aktuelles Projekt befasst sich mit der Migration nordamerikanischer Pensionäre nach Mexiko, die dort ihren Lebensabend verbringen. Eveline Dürr beleuchtet die vielfältigen Auswirkungen dieser bislang nur wenig untersuchten Migrationsform und fokussiert insbesondere auf die Interaktionsmuster zwischen den nordamerikanischen Migrant/-innen und der lokalen Bevölkerung.

Ein weiteres Themenfeld umfasst verschiedene Aspekte der ethnologischen Forschung in mexikanischen Städten, insbesondere mit Blick auf die Touristifizierung und Inszenierung von Armut, Marginalisierung und Gewalt. Ein bereits abgeschlossenes Projekt untersuchte eine Tour auf die städtische Müllkippe der Touristenhochburg Mazatlán an der Pazifikküste Mexikos. In einem laufenden, interdisziplinären Projekt befasst sich ein sechsköpfiges Forscherteam mit Tourismus und der Performanz von Gewalt in „Slums“ in Kingston, Los Angeles, Mexiko-Stadt und Rio de Janeiro. Dieses vergleichende Projekt wird von der DFG (LMU), ESRC (LSE) und NWO (UvA) gefördert.

Die laufenden Forschungen zu Nordamerika umfassen neben der Dokumentation indigener Sprachen die Untersuchung von Autonomiemodellen an der kanadischen Nordwestküste und werden von Dr. Henry Kammler durchgeführt. Die Forschungen von Dr. Natalie Göltenboth in der Karibik kreisen um Kunstdiskurse, künstlerische Positionen und afroamerikanische Religionen. Im südamerikanischen Raum befasst sich Dr. Gabriele Herzog-Schröder mit indigenen Wissenskonzeptionen bei den Tieflandgesellschaften wie auch – in Kooperation mit dem Museum Fünf Kontinente in München – mit Sammlungsgeschichte amazonischer Ethnographica. Dr. Juliane Müller arbeitet zu indigenem Unternehmertum, sozialer Mobilität und neuen Formen des Wirtschaftens im Andenraum.

Weitere Themen werden in der Lehre regelmäßig durch Lehraufträge abgedeckt.

Eine weitere Besonderheit des IfE besteht in der Durchführung von Lehrforschungen in die Amerikas. Sieben Bachelor- und Magisterstudent/innen führten im Februar und März 2012 in einer von Eveline Dürr geleiteten Lehrforschung verschiedene Forschungsprojekte in Mexiko-Stadt und in indigenen Gemeinden in dem Bundesstaat Oaxaca durch. Weitere Lehrforschungen führten nach Bolivien und fokussierten zum einen auf wirtschaftsethnologische Themen (Leitung: Dr. Juliane Müller), zum anderen auf sprachliche Aspekte (Leitung: Dr. Henry Kammler).

Im Rahmen von bestehenden Kooperationsbeziehungen können für Studierende Lehr- und Feldforschungsaufenthalte in Mexiko organisiert werden. Weitere Kooperationen, u.a. im Andenraum, der Karibik und im Westen Kanadas, sind in Vorbereitung.

Neben individuellen Promotionen am IfE ist es auch möglich, in einem strukturierten Programm zu promovieren, insbesondere zu den USA und Kanada. Das IfE kooperiert mit dem Studiengang "ProAmHist: Amerikanische Geschichte - Geschichte der Amerikas" des Amerika-Instituts der LMU.


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