Ethnologie
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Jeannine-Madeleine Fischer, M.A.

Jeannine-Madeleine Fischer, M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin

Kontakt

LMU München
Institut für Ethnologie
Oettingenstr. 67
80538 München

Raum: U 165
Telefon: +49 (0) 89 / 2180 - 9618
Fax: +49 (0) 89 / 2180 - 9602

Weitere Informationen

Beginn: SS 2015

Betreuung: Frau Prof. Dr. Eveline Dürr

Promotion:
Mitarbeiterin in der Forschergruppe: „Urbane Ethiken. Konflikte um gute und richtige städtische Lebensführung im 20. und 21. Jahrhundert (2015-2018)“ (FOR 2101, gefördert von der DFG)

Teilprojekt (unter der Leitung von Prof. Dr. Eveline Dürr), Auckland: Umweltverschmutzung, urbane Ethiken und kulturelle Praxis

Neuseeland wird national und global als idyllisches Naturparadies repräsentiert; selbst Agglomerationen wie Auckland werden mit ruralen Zuschreibungen assoziiert, die Reinheit, Ursprünglichkeit und Natürlichkeit implizieren. Die real existente Umweltproblematik im allgemeinen (Abfallmanagement, Einsatz bedenklicher Pestizide und Düngemittel) und spezifisch urbanen Kontext (Luft-, Boden- und Wasserverschmutzung) wird dabei kaum reflektiert. In dem Teilprojekt wird untersucht, wie Stadtbewohner/innen die Dimensionen urbaner Verschmutzung in Auckland wahrnehmen, in ihren alltäglichen Handlungsroutinen berücksichtigen und in konkrete Entscheidungsprozesse integrieren. Das Teilprojekt fragt nach gelebten und gedachten Idealen eines städtischen, umweltfreundlichen Lebensstils in der bevölkerungsreichsten Stadt Neuseelands. Wie prägen als „gut“ und „richtig“ normativierte Leitlinien des urbanen Handelns und Verhaltens die soziale Praxis verschiedener Akteursgruppen? Welche städtischen Symbole fungieren als Repräsentanten und Produzenten reiner und unreiner Orte und welche Kategorisierungen urbaner Räume werden nach umweltbezogenen Kriterien konstruiert? Hierbei werden Gegenentwürfe zu tradierten, städtischen Normen betrachtet: etwa Radfahrer/-innen, die sich trotz unsicherer Fahrradwege, von der „Autokultur“ Aucklands absetzen; Hobby-Upcycler/-innen, die aus vermeintlich wertlosen Abfällen Gourmet-Menüs, schicke Kleidung oder bunte Accessoires herstellen; City-Bewohner/-innen in engen Ein-Zimmer-Apartments, die auf Balkon, Dach oder im Community Garden ihr „local food“ anbauen und trotz beengter Verhältnisse mit neumodischen Bokashi-Kompostiersystemen ihre Restmüllmengen reduzieren.

Das Teilprojekt stellt diese Fragen im Kontext der interdisziplinären Forschergruppe „Urbane Ethiken. Konflikte um gute und richtige städtische Lebensführung im 20. und 21. Jahrhundert“, um in Zusammenarbeit mit weiteren Teilprojekten übergeordnete Dimensionen zum Thema „urbane Ethiken“ auszuloten und konzeptionell zu erfassen [Link zur Website der Forschegruppe].

 


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