Ethnologie
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Klaus J. Friese, M.A.

Klaus J. Friese, M.A.

Doktorand und Lehrbeauftragter

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Beginn: Oktober 2016
Betreuuung: Prof. Dr. Frank Heidemann und Prof. Dr. Hans Bjarne Thomsen, Universität Zürich

Promotionsstudium am Institut für Ethnologie der LMU und am Kunsthistorischen Institut – Kunstgeschichte Ostasiens – der Universität Zürich (Cotutelle). 

Promotionsprojekt

Arbeitstitel: Japanische Kriegskimonos – Geschichte, Bedeutungen und ihre Repräsentation in aktuellen Ausstellungen

Ab dem Chinesisch-Japanischen Krieg (1894 – 95) bis kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs wurden in Japan sogenannte Kriegskimonos hergestellt: Während Schnitt und Material als traditionell japanisch angesehen werden können, zeigen die Muster moderne und bunte Kriegsmotive, z.B. Panzer, Soldaten mit Gewehren, Flugzeugen und Bomben. Die Kimonos – obwohl sie häufig keine Unikate waren, sondern in größeren Stückzahlen vertrieben wurden – sind nach dem Krieg vollkommen aus dem Blickfeld verschwunden.

Primäres Ziel der Forschung ist es, die Bedeutung der Kimonos für die damaligen BesitzerInnen besser zu verstehen. Dazu sollen die Textilien in einem historischen Rahmen (sowohl kunstgeschichtlich wie auch gesellschaftlich-politisch) kontextualisiert werden und auch mit anderen Alltagsgegenständen und Medien dieser Zeit verbunden werden, wobei die Objektanalyse u.a. von folgenden Fragen geleitet wird:

  • Wie hängen die Kriegskimonos mit der spezifisch japanischen Vorstellungen von ‚Moderne‘ zusammen?
  • Handelt es sich um Objekte einer (eventuell staatlich gelenkten) Kriegspropaganda oder waren diese Motive einfach ‚modisch‘?

Zusätzlicher Teil der Forschung ist es, die Repräsentation der Textilien in aktuellen Ausstellungen in ethnologischen und Kunstmuseen zu untersuchen. 


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